Glossar

Die Sendekarte oder Sending Card ist ein typisches Element synchroner Systeme. Sie ist dafür zuständig, das Videoeingangssignal (HDMI/DVI) in ein für das LED-Bildschirmes erkennbares Format umzuwandeln. In den meisten Fällen sind die Kartenausgänge über ein handelsübliches Netzkabel (CAT6/7) mit den LED-Werbedisplays verbunden.

WIE FUNKTIONIERT DER UMWANDLUNGSPROZESS?

Sending Cards oder Konvertierungskarten besitzen einen zentralen FPGA-Controller der Hersteller Xilinx oder Altera, der mit der Programmiersprache VHDL programmiert ist. Diese FPGA (Field Programable Gate Array) führen die digitale Videodatenkonvertierung durch und teilen sie in Millionen von kleinen Teilen, damit diese von Abspielgeräten und Receiving Cards, die auf dem LED-Display installiert sind, gelesen werden können.

IST EINE SENDING CARD BEI LED-DISPLAYS IMMER NOTWENDIG?

Bis heute war immer eine Sendekarte oder Sending Card bei synchronen LED-Displays nötig, da die Displays aus LEDs oder individuellen Pixeln zusammengesetzt sind. Dies sind die Leuchtelemente, die die Elektronik und ein spezielles Kommunikationssystem erforderlich machen, damit das Gerät richtig arbeiten kann. Deshalb ist es wichtig, ein „Übersetzungselement“ zu verwenden, der diese Aufgabe übernimmt. Aufgrund der Leistung der heutigen Informatikgeräte, verzichten einige Hersteller auf diese Karte. Sie nutzen das Gerät selbst, um diese Aufgabe in Echtzeit zu realisieren. So vermeiden sie, ein zusätzliches externes Element für die Konvertierung verwenden zu müssen.

TEILE EINER SENDING CARD

  1. FPGA: Logisches Türchensystem, das den Prozess beschreibt, dem die elektronische Schaltung folgen muss. Dies erfolgt durch eine Bitstream-Ladung in den internen Speichern.
  2. Gigabyte-Ausgangsanschluss: Die Ausgangsschnittstellen des LED-Displays sind individuell und können verschiedene Bilder auf zwei Displays versenden oder zwei gleiche Inhalte separat abspielen.
  3. USB-Anschluss: Er dient zum Laden und Konfigurieren von technischen Parametern auf einem LED-Display. Bei einigen Modellen findet man mehrere USB-Anschlüsse vor, wobei einer von ihnen zur Synchronisierung mehrerer Sending Cards verwendet wird.
  4. Jack-Anschluss: Stereo-/Audioausgang.
  5. PCI-Express-Steckplatz: Zum Anschluss an einen PCI-Express-Steckplatz eines Tischcomputers.
  6. Stromversorgungsanschluss: 5V-Versorgung über einen Mehrpolstecker.

TECHNISCHE DATEN EINER SENDING CARD (Sendekarten für LED-Displays)

Die Sending Cards werden normalerweise nach ihrer Auflösungskapazität klassifiziert, die sie verarbeiten können. Man kann Karten haben, die eine maximale Ausgangsauflösung von 1024×768 erreichen und andere mit einer höheren Kapazität bis zu 4K.

Natürlich muss man die Auflösung des LED-Displays an die jeweilige Sending Card-Kapazität anpassen. Zusätzlich zur gebotenen Auflösungskapazität, gibt es noch weitere Hilfsfunktionen:

  • Helligkeitssensor

Diese Sensoren werden mit der Sending Card verbunden. Sie ermöglichen es, die Helligkeit des LED-Displays je nach Sonnenverhältnis zu kontrollieren. Zum Beispiel kann man programmieren, dass in der Dämmerung die Display-Helligkeit so weit reduziert wird, dass sie die Passanten nicht stört. Das bedeutet, dass die Helligkeitssensoren eine Helligkeitsoptimierung des Displays ermöglichen und es so an die äußeren Lichtverhältnisse, wo sich das Display befindet, anpassen können.

  • Temperatursensor

Die Temperatursensoren erfassen und messen die Umgebungstemperatur. Die wird dann an die Karte geschickt, damit sie auf diesem LED-Display angezeigt werden kann.

Diese Möglichkeit stellt man in der dazugehörigen Software des LED-Displays ein. Man kann die Option außerdem personalisieren und wählen, in welchem Moment die Temperatur, die der Sensor erfasst, angezeigt werden soll. Es ist wichtig, dass der Temperatursensor an einer Stelle angebracht wird, wo keine Hilfstemperaturen stören (schattige Bereiche, in der Nähe von Heizungen, usw.). Manchmal werden statt Temperatursensoren Umweltdaten von speziellen Webseiten in Anspruch genommen, die auf dem LED-Display angezeigt werden.

  • Fehlererkennung bei LED-Displays

Die neuesten und teuersten Modelle auf dem Markt ermöglichen eine vollständige Analyse des elektronischen Betriebes des LED-Displays. Das wiederum gewährleistet eine vollständige Kontrolle über den korrekten Betrieb des LED-Displays. Aufgrund des hohen Preises dieser Systeme, empfehlen sie sich normalerweise nur für Unternehmen, die über eine umfassende Werbedisplay-Flotte verfügen, die geografisch weit verteilt ist.